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Warum China weiterhin ein weltweit wettbewerbsfähiger Investitionsstandort ist

Trotz sich verändernder globaler Lieferketten, verschärfter Regulierung in bestimmten Sektoren und zunehmender geopolitischer Aufmerksamkeit zieht China weiterhin internationales Kapital an. Für viele ausländische Unternehmensgruppen bleibt der Markt wirtschaftlich attraktiv, nicht weil die Rahmenbedingungen einfach wären, sondern weil die grundlegenden Faktoren weiterhin Skalierbarkeit, Margenpotenzial und langfristigen Marktzugang ermöglichen.

Dieser Beitrag erläutert die strukturellen Gründe, weshalb China seine Position als global wettbewerbsfähiger Investitionsstandort behauptet und warum zahlreiche multinationale Unternehmen trotz eines selektiveren Umfelds weiterhin investieren.

1. Marktgrösse, die weiterhin einzigartig ist

China bietet Zugang zu einem der grössten Konsum- und Industriemärkte weltweit. Diese Grösse bemisst sich nicht allein an der Bevölkerungszahl, sondern auch an Kaufkraft, regionaler Vielfalt und sektoraler Tiefe.

Die Binnennachfrage wächst weiterhin in Bereichen wie Gesundheitswesen, Konsumgüter, fortschrittliche Fertigung, professionelle Dienstleistungen und digitale Plattformen. Für viele Unternehmen ist China längst nicht mehr nur Produktionsstandort, sondern ein eigenständiger Absatzmarkt von zentraler Bedeutung.

Selbst bei moderateren Wachstumsraten kann der absolute Marktumfang dazu führen, dass zusätzliche Umsätze höher ausfallen als die gesamten adressierbaren Märkte in anderen Ländern.

2. Durchgängige industrielle Wertschöpfung

Chinas industrielles Ökosystem ist in seiner Breite und Integration nach wie vor einzigartig. Von Rohstoffen und Komponenten über Fertigung, Montage und Tests bis hin zu Logistik und Exportinfrastruktur ist die gesamte Wertschöpfungskette häufig innerhalb einer Region verfügbar.

Diese Konzentration ermöglicht kurze Markteinführungszeiten, flexible Preisgestaltung und hohe operative Kontrolle, die in alternativen Jurisdiktionen nur schwer in vergleichbarem Umfang zu erreichen sind. Für produzierende Unternehmen, Produktentwickler und technologieorientierte Geschäftsmodelle bleibt die Nähe zu Lieferanten, Ingenieuren und Logistikpartnern ein entscheidender Standortfaktor.

Städte wie Shanghai und Shenzhen fungieren weiterhin als globale Zentren für Finanzdienstleistungen, Technologie und fortschrittliche Industrie und ziehen sowohl inländische als auch ausländische Investitionen an.

3. Infrastruktur für Volumen und Geschwindigkeit

Die umfangreichen Infrastrukturinvestitionen der vergangenen zwei Jahrzehnte bilden ein zentrales Fundament der chinesischen Wettbewerbsfähigkeit. Häfen, Flughäfen, Hochgeschwindigkeitsbahnnetze, Autobahnen, Zollfreizonen und digitale Infrastruktur sind auf hohe Transaktionsvolumina und Effizienz ausgelegt.


Für internationale Unternehmen bedeutet dies verlässliche Logistik, geringe Reibungsverluste im Binnenvertrieb und eine starke Anbindung an regionale und globale Märkte. In Branchen, in denen Timing, Auslieferung und Durchsatz unmittelbar die Rentabilität beeinflussen, stellt dies einen wesentlichen Vorteil dar.


4. Qualifizierte Arbeitskräfte und technisches Know-how


China bildet weiterhin grosse Zahlen an Fachkräften in den Bereichen Ingenieurwesen, Naturwissenschaften und Technologie aus. Ergänzt wird dies durch einen tiefen Pool an Fachkräften in den Bereichen Operations, Compliance, Finanzen und Lieferkettenmanagement mit direkter Erfahrung in der Zusammenarbeit mit multinationalen Unternehmen.


Zwar sind die Arbeitskosten gestiegen, doch werden diese häufig durch Produktivität, technische Kompetenz und Umsetzungsgeschwindigkeit kompensiert. Für Unternehmen in der fortschrittlichen Fertigung, den Lebenswissenschaften, der Automobilindustrie, der sauberen Energie oder digitalen Dienstleistungen bleibt die Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte ein entscheidender Standortvorteil.


5. Klare industriepolitische Ausrichtung


Obwohl das regulatorische Umfeld in China eine sorgfältige Steuerung erfordert, ist die politische Ausrichtung in strategisch priorisierten Sektoren weiterhin konsistent. Dazu zählen insbesondere:


  • Hochwertige Fertigung und Automatisierung

  • Erneuerbare Energien und Umwelttechnologie

  • Gesundheitswesen und Life Sciences

  • Halbleiter und fortschrittliche Materialien

  • Digitale Dienstleistungen und Unternehmenssoftware


Ausländische Investitionen, die mit diesen Schwerpunkten im Einklang stehen, profitieren weiterhin von politischer Unterstützung, Förderinstrumenten und klareren regulatorischen Rahmenbedingungen, insbesondere bei einer ordnungsgemässen onshore Strukturierung.


6. Kapitalmärkte und regionaler Finanzzugang


Chinas inländische Kapitalmärkte sind tief entwickelt und zunehmend zugänglich. Für lokal tätige Unternehmen eröffnet dies Optionen für Finanzierung, Partnerschaften und potenzielle Exit-Strukturen, die in kleineren Märkten nicht immer zur Verfügung stehen.


Gleichzeitig erfüllt Hongkong weiterhin die Rolle einer finanziellen Brücke zwischen China und internationalem Kapital und unterstützt grenzüberschreitende Strukturen, Treasury-Funktionen und Investitionsströme.


7. Strategische Rolle im globalen und regionalen Handel


China bleibt ein zentraler Knotenpunkt im asiatischen und globalen Handel. Die Beteiligung an regionalen Handelsabkommen in Kombination mit einer leistungsfähigen Logistik positioniert das Land sowohl als Zielmarkt als auch als Zugangspunkt zu breiteren Lieferketten im asiatisch-pazifischen Raum.


Für Unternehmensgruppen mit regionalen Ambitionen unterstützt eine Präsenz in China häufig den Markteintritt in benachbarte Länder, die Diversifizierung von Lieferanten sowie den Zugang zu Kunden über das chinesische Festland hinaus.


Ein selektiveres, aber weiterhin überzeugendes Umfeld


China ist heute kein universell passender Investitionsstandort mehr. Investitionsentscheidungen erfordern eine klarere Ausrichtung auf sektorale Prioritäten, regulatorische Fähigkeiten und langfristige Strategien als in früheren Phasen. Dennoch bleibt das wirtschaftliche Potenzial für Unternehmen, die strukturiert vorgehen und diszipliniert operieren, erheblich.


Marktgrösse, Infrastruktur, Talentbasis und die Tiefe des Ökosystems unterscheiden China weiterhin von alternativen Standorten. Für viele internationale Investoren lautet die zentrale Frage daher nicht, ob China wettbewerbsfähig bleibt, sondern wie eine Beteiligung ausgestaltet werden sollte, die den heutigen regulatorischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entspricht.


Für Unternehmen, die einen Markteintritt, eine Expansion oder eine Neustrukturierung in China prüfen, sind frühzeitige strategische Planung und fundierte Strukturierungsentscheidungen entscheidend, um Chancen zu nutzen und Risiken zu steuern.


Wenn Sie Unterstützung bei der Bewertung Chinas als Investitionsstandort wünschen, begleiten Woodburn Accountants & Advisors internationale Unternehmen bei Markteintritt, Strukturierung, Steuerplanung, Compliance und laufender operativer Beratung, um sicherzustellen, dass China-Strategien wirtschaftlich tragfähig, regelkonform und auf langfristige Ziele ausgerichtet sind.



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Woodburn Accountants & Advisors is specialized in inbound investment to China and Hong Kong. We focus on eliminating the complexities of corporate services and compliance administration. We help clients with services ranging from trademark registration and company incorporation to the full outsourcing solution for accounting, tax, and human resource services. Our advisory services can be tailor-made based on the companies’ objectives, goals and needs which vary depending on the stage they are at on their journey.



 
 

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