Wie man ein chinesisches Unternehmen vor der Unterschrift auf GSXT überprüft
Bevor eine Anzahlung an einen chinesischen Lieferanten überwiesen oder mit einem neuen Partner unterschrieben wird, lohnt sich eine grundlegende Prüfung, die nichts als Zeit kostet. China unterhält eine einzige offizielle, kostenlose und öffentliche Datenbank mit Unternehmensregistrierungsinformationen, bekannt unter der Abkürzung GSXT. Sie ist die maßgebliche Quelle, und jeder kommerzielle Abfragedienst greift letztlich auf sie zurück. Zu wissen, wie man sie liest – und was sie beweist und was nicht – ist eine kleine Fähigkeit, die große Fehler verhindert.
Was GSXT ist
GSXT ist das nationale System zur Publizität von Unternehmensbonitätsinformationen. Es ist das offizielle Register, in dem die rechtliche Existenz eines chinesischen Unternehmens, sein Registrierungsstatus, sein eingetragenes Kapital, sein gesetzlicher Vertreter und sein Geschäftsumfang veröffentlicht werden. Da es sich um die staatliche Quelle handelt, ist ihr gegenüber jeder aufbereiteten kommerziellen Version zu vertrauen, die lediglich dieselben zugrunde liegenden Daten wiedergibt.
Was zu prüfen ist
Dass das Unternehmen tatsächlich existiert und sich in normalem Betriebsstatus befindet – nicht abgemeldet oder markiert.
Der genaue eingetragene Name auf Chinesisch, denn dieser Name ist rechtlich bindend, nicht ein englischer Handelsname.
Der Geschäftsumfang, um zu bestätigen, dass das Unternehmen berechtigt ist, das zu tun, wofür es beauftragt werden soll.
Das eingetragene Kapital und der gesetzliche Vertreter, damit klar ist, wer befugt ist, das Unternehmen rechtsverbindlich zu vertreten.
Auf den entscheidenden Namen achten
Der rechtlich bindende Name ist der eingetragene chinesische Name. Viele Probleme beginnen mit einem englischen Namen auf einer Website oder Visitenkarte, der keiner registrierten Gesellschaft eindeutig zuzuordnen ist. Die Überprüfung anhand des eingetragenen chinesischen Namens – und die Bestätigung, dass er mit der Gesellschaft übereinstimmt, an die tatsächlich gezahlt wird – ist der Schritt, der am häufigsten übersprungen und am häufigsten bereut wird.
Eine übereinstimmende Registrierung beweist, dass die Gesellschaft existiert und in gutem Rechtsstand ist. Sie beweist nicht, dass die Personen, die E-Mails schreiben, tatsächlich dort arbeiten.
Was die Überprüfung nicht zeigt
Das ist der Teil, an dem Menschen stolpern. Ein Unternehmen auf GSXT zu finden, beweist, dass die juristische Person existiert und registriert ist. Es beweist nicht, dass die Personen, mit denen man gesprochen hat, tatsächlich befugt sind, für sie zu handeln, dass die Fabrikadresse real ist, dass das Unternehmen tatsächlich liefern kann oder dass das Produkt hält, was es verspricht. Das Register bestätigt Existenz und Rechtsstand – nicht mehr.
Verifizierung ist der erste Schritt, nicht die gesamte Aufgabe
Eine Registrierungsprüfung ist notwendig, aber nicht ausreichend. Für alles Wesentliche sollte sie die erste Ebene einer umfassenderen Sorgfaltsprüfung sein, die die Bestätigung der Befugnis der beteiligten Personen, die Überprüfung der Betriebsadresse, das Einholen von Referenzen und, wo angebracht, eine Prüfung vor Ort umfassen kann. Der öffentliche Registereintrag zeigt, dass das Unternehmen real ist. Der Rest der Arbeit zeigt, ob es sicher ist, sich darauf zu verlassen.
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