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Hongkong Crypto Tax Reporting kommt: Warum Ihr Unternehmen jetzt handeln sollte

Aug 4
2 min read

Hongkong nimmt Transaktionen mit Krypto-Assets in sein System für den automatischen steuerlichen Informationsaustausch auf.

Wenn Ihr Unternehmen digitale Vermögenswerte hält, überträgt, verwaltet oder Dienstleistungen rund um Krypto-Assets anbietet, sollten Sie sich jetzt vorbereiten.

Nicht erst dann, wenn die neuen Meldepflichten bereits gelten.

Was ändert sich?

Hongkong hat beschlossen, das OECD Crypto-Asset Reporting Framework, kurz CARF, über eine Änderung der Inland Revenue Ordinance umzusetzen.

CARF erweitert den automatischen Austausch steuerlicher Informationen, der bereits für bestimmte Bank- und Finanzkonten gilt, auf den Bereich der digitalen Vermögenswerte.

Gleichzeitig aktualisiert Hongkong seinen bestehenden Common Reporting Standard (CRS), um unter anderem neuere Finanzprodukte wie E-Money und Central Bank Digital Currencies zu erfassen.

In der Praxis bedeutet dies, dass bestimmte Crypto-Asset Service Providers Informationen über ihre Kunden und deren Transaktionen erfassen und an die Steuerbehörden melden müssen.

Diese Informationen können anschliessend mit den Steuerbehörden anderer teilnehmender Jurisdiktionen ausgetauscht werden.

Die Einführung erfolgt schrittweise. Die ersten automatischen Informationsaustausche werden voraussichtlich später in diesem Jahrzehnt stattfinden.

Welche Unternehmen sind betroffen?

Die naheliegendsten Unternehmen sind:

  • Krypto-Börsen

  • Custodians

  • andere Anbieter von Crypto-Asset-Dienstleistungen

Der Anwendungsbereich ist jedoch weiter gefasst.

Die Definition eines meldepflichtigen Crypto-Asset Service Providers kann auch Unternehmen erfassen, die Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten für Kunden ermöglichen oder abwickeln, ohne wie eine klassische Börse zu funktionieren.

Wenn Ihr Unternehmen in irgendeiner operativen Form mit digitalen Vermögenswerten arbeitet, sollten Sie deshalb prüfen, ob Sie in den Anwendungsbereich fallen.

Die neuen Regeln richten sich nicht nur an die grössten Krypto-Plattformen.

Warum eine frühzeitige Vorbereitung sinnvoll ist

Reporting-Systeme dieser Art lassen sich nicht kurzfristig aufbauen.

Unternehmen müssen unter anderem:

  • Kundendaten erfassen

  • Due-Diligence-Prozesse durchführen

  • Transaktionsdaten sammeln

  • relevante Informationen speichern

  • Meldungen im vorgeschriebenen Format erstellen können

Dafür müssen Prozesse und Systeme eingerichtet und getestet werden.

Wer erst am offiziellen Startdatum mit der Vorbereitung beginnt, hat bereits wertvolle Zeit verloren.

Auch die Reputation spielt eine Rolle

Hongkong positioniert die Einführung von CARF als Bestandteil seiner Strategie, seine Rolle als internationaler Finanzplatz zu schützen und die Transparenz im Bereich digitaler Vermögenswerte zu erhöhen.

Für Unternehmen im Digital-Asset-Sektor bedeutet dies, dass nachvollziehbare und funktionierende Compliance-Prozesse zunehmend Teil einer glaubwürdigen Geschäftsstruktur werden.

Was sollten Sie jetzt tun?

Unternehmen, die mit Krypto-Assets arbeiten, sollten bereits jetzt:

  1. Prüfen, ob sie nach den Nexus Rules als meldepflichtiger Crypto-Asset Service Provider gelten.

  2. Ermitteln, welche Kunden- und Transaktionsdaten künftig erfasst und gemeldet werden müssen.

  3. Überprüfen, ob die bestehenden Systeme diese Daten zuverlässig erfassen und ausgeben können.

  4. Onboarding- und Due-Diligence-Prozesse mit den neuen Anforderungen abgleichen.

  5. Die künftigen Reporting-Verpflichtungen in den laufenden Compliance-Kalender integrieren.

CARF ist keine einmalige Meldung. Es handelt sich um eine laufende Compliance-Verpflichtung.

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